Mitglieder

Eberhard FaustDr. Eberhard Faust

Forschungsleiter zu Naturgefahren und Klimarisiken bei Munich Re, München e_faust@web.de

„Klimawissenschaftliche Analysen inklusive Risikobetrachtung prägen meine Arbeit. Selbst bei Einhaltung des 2-Grad-Limits werden Gefahren des Klimawandels noch deutlich gegenüber heute zunehmen, etwa die Häufigkeit von Hitzetagen. Klimawandel beinhaltet, dass gesellschaftliche Prozesse, die immer auch die Dimension eines Stoffwechsels mit der Umwelt haben, auf die Natur einwirken (Treibhausgasemissionen). Umgekehrt hat ein modifiziertes Klimasystem auch Rückwirkungen auf Entwicklungsbedingungen des Sozialen (z.B. Verlust/Gewinn landwirtschaftlicher Optionen). Die Periodencharakteristik „Anthropozän“ reflektiert Wechselwirkungen dieser Art. Um den Enkeln möglichst viele Chancen zu lassen, setze ich mich für den Übergang unserer Gesellschaften zu einem nachhaltigen Stoffwechsel mit der umgebenden Welt ein.“

Andrea Fehrmann Dr. Andrea Fehrmann

 IG Metall Bayern, Industrie-, Beschäftigungs- und Strukturpolitik, München  andrea.fehrmann@igmetall.de

„Die Klimaschutz-Debatte zeigt die Grenzen des bisherigen industriellen Entwicklungsmodells auf. Es geht letztendlich um nichts anderes als einen energetischen Umbau unserer Industriegesellschaft hin zu einer nachhaltigen Industriepolitik, die sowohl soziale als auch ökologische Aspekte beinhaltet. Hier ist die Politik gefordert, hier sind aber auch Unternehmen gefordert – die Weichen müssen jetzt gestellt werden, nur so kann dieses Zukunftsprojekt erfolgreich umgesetzt werden.“

 

Port_GoeppelJosef Göppel, MdB

Umweltobmann der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Vorsitzender des CSU-Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung, Ansbach/Berlin  info@goeppel.de

„Unsere Art zu leben ist auf Dauer nicht möglich! Mehr Effizienz ist nur vordergründig eine Lösung. Wir brauchen eine Wende zum kleinteiligeren Wirtschaften, mehr regionale Verwurzelung im globalen Geschehen.“

 

Port_HeldDr. Martin Held

Ehemaliger Studienleiter Evangelische Akademie Tutzing für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung  transformations-held@gmx.de

„Wir stehen derzeit am Anfang vom Ende des fossilen Zeitalters. Peak Oil, Klimawandel und Bodendegradation bei noch steigender Weltbevölkerung erzwingen einen Umbruch. Wir haben gemeinsam die Verantwortung, diese Große Transformation verträglich zu gestalten. In allen Schichten der Bevölkerung, allen Bereichen der Wirtschaft, allen politischen Gruppierungen sind für diese Aufgabe Transformateure gesucht.“

 

Dieter Janecek ProfilfotoDieter Janecek, MdB

Wirtschaftspolitischer Sprecher Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Wahlkreis München  dieter.janecek@bundestag.de

„Die Zeit des billigen und stets verfügbaren Erdöls ist unwiderruflich vorbei. Dies zu erkennen und daraus die Konsequenzen zu ziehen, scheint ein Kulturschock zu sein, der nach wie vor vielen schwer fällt. Wenn wir unseren Wohlstand bewahren wollen, wird es aber höchste Zeit, dass wir neue Wege gehen. Konsequent nachhaltig. Jetzt. Für Morgen!“

 

Port_KieferMattias Kiefer

Kirchlicher Umweltbeauftragter, München  Umweltbeauftragter@eomuc.de

„Die Große Transformation steht an. Diese allgemeinverträglich abzupuffern, ist auch, vielleicht sogar vor allem, eine kulturelle Herausforderung. Dazu können Religionsgemeinschaften viel Erfahrungswissen aus ihren eigenen geistig-geistlichen Traditionen und ihrer eigenen langen Geschichte – gerade während Umbruchsituationen bzw. Umwälzungsprozessen – beitragen.”

 

Port_LiebrichSilvia Liebrich

Journalistin, Süddeutsche Zeitung, München  silvia.liebrich@sueddeutsche.de

„Wohlstand und die Verfügbarkeit von bezahlbarer Energie hängen unmittelbar voneinander ab. Doch die Zeitspanne, in der fossile Brennstoffe wie Erdöl in scheinbar unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen, ist begrenzt. Einen großen Teil der Reserven hat die Menschheit bereits verbraucht. Doch was kommt danach? Sicher ist, die Wende kommt – und die Landung wird hart sein, wenn die Weichen für eine neue Energiepolitik nicht rasch gestellt werden. Es liegt in unserer Verantwortung, auch künftigen Generationen ein gutes Auskommen zu ermöglichen.“

 

Port_MergnerRichard Mergner

Landesbeauftragter Bund Naturschutz in Bayern e.V.  Tel. 0911-81878-25  richard.mergner@bund-naturschutz.de

„Industrienationen und immer mehr Schwellenländer sind süchtig nach Öl und billigen Ressourcen. Dies führt zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, zu Hunger und Krieg. Je schneller wir die Transformation unserer Wirtschaft und unseres Lebensstils schaffen, desto größer sind die Chancen für Frieden mit Mensch und Natur, desto weniger schmerzhaft werden die Entzugserscheinungen für uns und unsere Nachkommen sein.“

 

Port_Mertens

Klaus Mertens

Wiss. Mitarbeiter beim Betriebsrat eines unterfränkischen Automobilzulieferers  klaus.mertens@mach-und-tagewerk.de

„Gewerkschaften und betriebliche Mitbestimmung tragen hohe Verantwortung für die Sicherung der Arbeitsplätze in der Republik. Sich dieser Verantwortung stellen und auch in einer post-fossilen Welt Brot, Lohn und ein „buon vivir“ für Alle organisieren zu wollen, heißt aktuell sich den Herausforderungen der großen Transformation zu stellen und diese mitzugestalten. Das wird im Übrigen nur funktionieren, wenn wir auch bereit sind, alte Zöpfe abzuschneiden und Neues, Unbekanntes zu denken und zu entdecken. Damit sollten wir spätestens gestern begonnen haben, weil Peak Oil jetzt ist!“

 

Port_Neun

Manfred Neun

Präsident European Cyclists’ Federation, Brüssel/Memmingen (Foto: CC BY-SA 3.0 by Bicycleecf)  manfred@neun.net

„Wir alle kennen die Klima- und Peak Oil-Szenarien, da ist einfach abwarten und nichts tun doch zu wenig. Krampfhaft den Status-quo zu verteidigen ist noch schlimmer, denn es heißt kurzfristige Bequemlichkeit auf Kosten einer unschönen Zukunft zu erkaufen. Das Problem für viele Menschen in unseren Wohlstandsländern ist doch ganz einfach, dass sie nur die eventuellen Einschränkungen sehen, die z.B. mit dem Spritsparen verbunden sind. Sie sehen aber nicht die vielen Vorteile, die eine neue Mobilitätskultur mit mehr aktiver Mobilität und weniger passiver, energiegetriebener Mobilität mit sich bringt. Immer mehr fahrradfreundliche Städte zeigen weltweit, wie sich Lärm, Abgase und Staus reduzieren, und lebendige und nachhaltige Städte gestalten lassen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Großen Transformation, die wir nicht fürchten, sondern sie so schnell wie möglich initiieren sollten.“

 

Port_SchindlerJörg Schindler

Autor, ehemaliger Geschäftsführer der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH 85579 Neubiberg, Tel. 089/6011553  schindler@lbst.de

„Peak Oil bedeutet: In Zukunft haben wir weniger fossiles Erdöl, von Jahr zu Jahr. Der moderne motorisierte Verkehr ist nichtnachhaltig: zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Damit die Menschen mobil bleiben können, brauchen wir jetzt den Übergang vom fossilen Verkehr zur postfossilen Mobilität.”

 

Port_SeidlPriv-doz. Dr. Irmi Seidl

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft CH-8903 Birmensdorf/Zürich, Tel. +41 44 739 23 24  irmi.seidl@wsl.ch

„Der Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft kann nur mit einer Transformation in zahlreichen Bereichen unserer Gesellschaft gelingen: in der sozialen Sicherung, in der Ausrichtung und Zielsetzung von Unternehmen, in unseren Konsumgewohnheiten und dem Produktangebot, im Finanz- und Bankensektor, im Steuersystem mit seiner versteckten Wachstumsförderung. Erst dann dürften wir eine Chance haben, mit dem Ende des fossilen Zeitalters klar zu kommen.“

 

Jürgen WechslerJürgen Wechsler

IG Metall Bezirksleiter Bayern, München  juergen.wechsler@igmetall.de

„Mit Blick auf die weltweit erschöpften Ressourcen sind die Grenzen unseres gegenwärtigen Industriemodells aufgezeigt. Dies erfordert, Produktion und Produktionsprozesse nachhaltig zu verändern, damit verfügbare Ressourcen geschont und erneuerbare Energiequellen auf breiter Front erschlossen werden. Dahinter verbergen sich auch Chancen für zukunftsfähige neue Arbeitsplätze. Jetzt werden die Weichen dafür gestellt, wie wir zukünftig arbeiten und leben wollen. Eine erfolgreiche Bewältigung der anstehenden gesellschaftspolitischen Herausforderungen kann nur gelingen, wenn eine sozial-ökologische Industriepolitik verlässliche, politische Rahmenbedingungen schafft. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Transformationsprozess nur gelingen wird, wenn wir die Interessen der Arbeit und der Umwelt miteinander in Einklang bringen.“

 

Port_WeigerProf. Dr. Hubert Weiger

Landesvorsitzender Bund Naturschutz in Bayern, Nürnberg und Bundesvorsitzender BUND, Berlin  hubert.weiger@bund-naturschutz.de

„Angesichts des Klimawandels, den unermesslichen Gefahren der Atomkraft und des Peak-Oils, ist eine echte Energiewende längst überfällig. Die wichtigsten Elemente einer Energiewende sind Maßnahmen zum Energiesparen und zur Energieeffizienz. In diesem Bereich hat es die Politik bisher versäumt wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Als 3. Schritt ist eine ökologisch verträgliche und dezentrale Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien notwendig. Das heißt, wir benötigen ökologische Leitplanken für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Energieerzeugung gehört in die Hand der Kommunen und in Bürgerhand.“

 

Port_BerzMitglied bist Dezember 2015: Prof. Dr. Gerhard Berz

Honorarprofessor für Meteorologie, LMU München, ehemaliger Leiter GeoRisikoForschung Munich Re 82166 Gräfelfing, 089-852878, GBerz@gmx.de

„Der menschgemachte Klimawandel ist real und beschleunigt sich (fast) unaufhaltsam. Er wird vor allem angetrieben durch das Treibhausgas Kohlendioxid, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt wird. Nur wenn deren Nutzung schnell und drastisch reduziert wird, besteht noch eine reelle Chance, den globalen Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert auf 2 Grad zu begrenzen. Allerdings werden sich auch in diesem „best case“ die Wetterextreme weltweit häufen, im „worst case“ mit bis zu 6 Grad Temperaturanstieg werden unsere Enkel mit einem Klima konfrontiert sein, wie es die Menschheit noch nicht erlebt hat. Die Auswirkungen werden deshalb ebenfalls ohne Beispiel sein.“

 

Koordinator:  Dr. Martin Held,  transformations-held@gmx.de  /   www.transformateure.de

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